Gedichte

 

Mensch Wanderer

Guter Mensch, Du Wanderer im Sternen-All,
durchschreite Deinen All-Tag auf erdenschwerer Bahn,
warm und feierlich gestimmt,
nimm diesen Augenblick in Dich, für wahr!

Des Himmels Glanz, er schimmert golden auf in Dir,
in warmes Licht gehüllt, behüte und bewahre ihn, sei wesentlich,
denn er strömet fort aus jeder Geste Deiner Seele,
zu all jenen, denen Du in Liebe begegnest!

Wache achtsam stets an dieser Quelle,
trinke maßvoll des Lichtes Helle,
erhalte kraftvoll Dir den Wesenskern
und sammle Dich, trotz des irdischen Lärms!

So wirst Du würdevoll empfangen,
von all den Mächten, die Dich umgarnen und erhalten,
die Gnade, welche aus den luftigen Höhen,
Dir Deine Seele aus der Schwere dieser Zeitentage tragen,
in die Weite, weite Ewigkeit hinein!

von Roland Friedrich
Sonntag, den 6. 9. 2009, im Kulmbacher Land



 

Selbst – Bestäubung

Nach vorne zu blicken
zur Tat frei geschritten
in Dank zu empfangen
die Wärme von jenen,
die von uns gegangen.

Gedanken schenken
den geistigen Welten,
im Selbst sich finden,
heißt Wahrheit verkünden.
Im Wesen des Seins sich weiten,
heißt seine Nächste, seinen Nächsten speisen.

Warm bedanken sich treu
aus den Weiten der Himmelssphären
jene Wesenheiten,
die wachsend uns begleiten
und honigsüß bestäuben.

Zu Staub zerrinnt das Sein.
Übe, übe liebevoll Verzeihen!

von

Roland Friedrich



 

Selbst – Hingabe

Liebe Dein Selbst, Du tätiges ICH
Durchdringe Dein Selbst, Du leuchtendes Licht
Erfülle Dein Selbst, kraft Deiner Schönheit
Beweise Dein Selbst, in dem Du Gegenwart bist
Erschaffe Dein Selbst, im Sein der Welt!

So schenkt Dir das Sein den Sinn Deines Lebens
Seiend erstarke zum Kern Deines Wesens
Erkenne dies Licht, erlebe die Wärme
Nimm dieses ICH wie das Leuchten der Sterne
Und gib es der Welt in Freiheit hin.

So empfangen es dankbar die höheren Wesen
Und befruchten den Baum der Erkenntnis und den Baum des Lebens!

von

Roland Friedrich

31. August 2003



 

Selbst – los

Im Stillen der Seele,
reift verborgen das Ich;
der Wesenskern im Menschen
und durstet inniglich
des Nächsten Liebestat zu spüren.

Fest gedrängt und dicht gestaucht
erfährt das Ich den Leib.
Es mangelt der Erziehung
an Kreativität und Zärtlichkeit,
die Seele von der Last der Schwere zu befreien!

So helft, ihr Brüder; so helft, ihr Schwestern
in der schreienden Not dieser Zeit
eure ganze Kraft und Aufmerksamkeit
dem nächsten Menschenherz,
in seiner Not zu weihen!

von

Roland Friedrich