KulturLebenRaum
Sandstein vom Patersberg 2014

 

 

Europa
Bronze in Linde 1989 – 2010

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Das dreiteilige Bronzerelief „Europa“ beschäftigte Roland Friedrich als Projekt bereits seit Ende der 80er Jahre. In einem Zeitraum von über zwei Dezennien entstand unter dem Ein-druck der innereuropäischen Teilung und deren allmählicher politischer wie kultureller Überwindung ein triadisch gegliedertes Bildobjekt mit drei motivischen Zentren, aus denen heraus sich – in jedem einzelnen der drei Teile als Pars pro toto ebenso wie in dem großen kompositionsästhetischen Ganzen – ein übergreifendes, in eine organische Holzform eingebundenes Gesamtgefüge entwickelt.

Die Mitte der Anlage wird durch ein kosmisch beseeltes Wesen eingenommen, das mit ausgebreiteten Armen auf die seitlichen Reliefteile (Ost und West) ebenso überspielt wie auf den Betrachter selbst. Das Relief erzählt von der verbindenden Kraft des dialogischen Miteinanders und von dem prozessualen Wachsen geistiger, sozialer und politischer Entwicklungen.

Dr. Matthias Liebel, Bamberg

 

 

Der Brückenbauer
Eiche einer Brücke, Sockel aus Linde 2009

 

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Der Geist erblühe im Menschenwesen im Du, im Ich im Wesenskerne, wesentlich!

von Roland Friedrich

 

Inweltschutz
Lindenholz 2008

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Lazarus
Marmorfindling aus dem Fichtelgebirge 2007

Lazarus

Lazarus

Lazarus, unser Freund, schläft; aber ich gehe hin, daß ich ihn aufwecke.

(Joh 11, 11)

 

Die Skulptur „Lazarus“ besteht als natürliches Objet trouvé aus einem steinernen Findling, dem durch minimale gestalterische Veränderungen eine neue Identität verliehen, neues Leben eingehaucht wurde. Der Steinblock erinnert in seiner anthropomorphen Inszenierung an das Profil eines menschlichen Gesichts und erzählt mit den ablesbaren Spuren seiner Entstehung und Verwitterung von natürlichen Ablaufprozessen, die sich auf das Werden und Vergehen nicht nur des „Naturschönen“ (Hegel) beziehen, sondern die dieses Naturschöne zugleich auch in einen Dialog mit dem Kunstschönen treten lassen.

Der künstlerische Schöpfungsakt wird zur natürlichen Schöpfung ins Verhältnis gesetzt. Der begriffliche Hinweis auf Lazarus, dessen Leichnam unter einem Stein begraben war, reflektiert den bildhauerischen Grundgedanken, daß das Motiv „von Natur aus“ bereits im Stein enthalten sei. Die Aufgabe des Künstlers besteht darin, dieses Motiv zu erkennen und aus dem toten Stein zu befreien (Michelangelo, Rodin).

Dr. Matthias Liebel, Kunsthistoriker

 

Tempora
Installation in Bildern, Gedicht und Lichthahn 2005

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Tempora

Jeder Mensch ist „Sein“ Künstler und Künstler Zeit seines Lebens!

Zeit bildet das Fundament der Schöpfung.

Der sichtbar gewordene Raum ist  verdichtete Stofflichkeit dieses Schöpfungsprozesses.

Jeder Mensch steht inmitten dieses Schöpfungsaugenblickes und entfaltet sich, durch die Verwirklichung seines Selbst.

Die Erkenntnis schreitet weiter von dem  Erfassen des Raumes, welche Naturwissenschaft heißt, hin zum Erfassen der Zeiten durch Menschenweisheit!

Aufmerksam mitfühlend erkennt der Mensch sein eigenes Selbst Im Wandel der Zeiten. In den Zeiten ist Entwickelung und Veränderung.

Aus Vergangenem strömt kraftvoll die Vorstellung der  Zeit in unser Selbst hinein. In der Geistes Gegenwart wird durch den Mut die Zeit empfunden. Durch den Keim des Zukünftigen wird lichtvoll die Zeit ergriffen.

Die Frucht der Imagination, der Inspiration und der Intuition ist das Zeitenlicht! Im Licht der Zeit spiegelt sich das Selbst.

Strahlendes Denken, inniges Fühlen und kraftvolles Wollen verwandelt den Wesenskern im Menschen zum Lichte! Somit wird jeder Mensch Künstler seines eigenen Werdens, im Raum der Zeit!

von Roland Friedrich